
Meldung - 29. November 2010
Verdacht der Untreue: 20 Tonnen Fleisch "geraubt"
Mit einem delikaten Fall beschäftigten sich Kriminalisten: Ein mit 20 Tonnen Fleisch beladener Lkw einer venezianischen Spedition war wie vom Erdboden verschluckt - Verdacht der Veruntreuung.
Das Verschwinden eines Sattelzugs, der mit 20 Tonnen Fleisch aus der Südsteiermark nach Italien unterwegs war, ist teilweise geklärt worden. Wie es von der Polizei am Montag auf Anfrage hieß, bestünden an den Aussagen des Lenkers, der angeblich nahe Florenz überfallen worden ist, gewisse Zweifel. Es sei der Verdacht der Veruntreuung gegeben. Der Warenwert wurde mit 70.000 Euro beziffert.
Der Sattelzug einer venezianischen Spedition war am 17. November in einem Schlachtbetrieb in Heiligenkreuz am Waasen (Bezirk Leibnitz) beladen worden und zu mehreren Kunden in Oberitalien unterwegs, wo er nie ankam. Erst Tage später wurde die örtliche steirische Polizei von den italienischen Behörden informiert, dass der Lenker Anzeige erstattet habe: Er sei bei einem Stopp kurz vor Florenz von Bewaffneten überfallen und gefesselt worden, diese hätten das Fleisch umgeladen und seien damit verschwunden.
Für den Beamten des Polizeiinspektion Heiligenkreuz ist an dem Fall "noch viel offen", er ermittle "in Richtung Veruntreuung". Zu einer direkten Befragung habe sich der Fahrer nicht bereit erklärt, die Entscheidung über die weitere Vorgangsweise liege nun bei der Staatsanwaltschaft Graz.
Meldung: Kleine Zeitung, Österreich am 29.11.2010
Auslobung von 20.000 EUR für Wiederbeschaffung der Ware
Durch den betroffenen Unternehmer wurde eine Belohnung von 20.000 EUR für die Wiederbeschaffung der Ware oder für Hinweise zur Ermittlung der Täter ausgesetzt.
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