Kontakt         Impressum         Sitemap
STARTSEITE

KRIMINALITÄT

   _ Schadenfälle
   _ Meldungen

   _ Lageberichte



SERVICE

NEWS

LOGIN

Versicherer sagen Lkw-Dieben den Kampf an (12. Januar 2010)
Uhrsleben (ddp.djn). Das Erlebnis aus dem Jahr 2002 verfolgte Hans Stark (Name geändert) viele Jahre. Bei einer Tour mit seinem Lkw von Berlin in Richtung Frankfurt/Oder lauerte dem Fahrer einer Oldesloer
Spedition auf einem Rasthof eine Bande von Autodieben auf. Mit einer unter einem Handtuch versteckten Pistole zwangen ihn die Räuber, neben seinem persönlichen Hab und Gut auch die Schlüssel für den Lkw, herauszugeben. Glücklicherweise kommen Szenen wie diese anders als etwa in Italien oder Frankreich in Deutschland noch recht selten vor. Dennoch häufen sich nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherer auch hierzulande die Überfälle auf Lkw-Fahrer und deren Ladung. Als «Transitland» sei «Deutschland längst unmittelbar von kriminellen Machenschaften» betroffen, sagt Sven Töpffer von der AXA-Versicherung und dem Gesamtverband der Versicherer (GDV). In rund zwei Dritteln der Fälle hätten es die Diebe auf die Ladung abgesehen, bei einem Drittel verschwinde gleich der ganze Lastwagen. «Besonders im Bereich hochwertiger Ladungen wie Elektronik und pharmazeutischen Artikeln ist die Rate ansteigend», sagt Töpffer. Allein im dritten Quartal 2009 wurden von den Versicherern 107 Vorfälle in Deutschland gezählt. Die Dunkelziffer dürfte jedoch weitaus höher liegen. «Man darf davon ausgehen, dass uns kleinere Vorfälle erst gar nicht gemeldet werden», sagt Töpffer. Der entstehende Schaden ist enorm. Innerhalb der Europäischen Union beläuft sich der wirtschaftliche Gesamtverlust auf rund 8,2 Milliarden Euro im Jahr. Um gegen die zunehmende Anzahl von Ladungsverlusten vorzugehen, arbeitet der GDV seit geraumer Zeit an der Erstellung eines Handbuches für mehr Sicherheit beim Gütertransport. Als ein erster Baustein des neuen Sicherheits-paketes konnte der speziell gesicherte Lkw-Parkplatz an Autobahnraststellen vorgestellt werden. «Ein drei Meter hoher Zaun mit Stacheldraht, ganztägige Videoüberwachung und besondere Zugangs-kontrollen sorgen für höchstmögliche Sicherheit für rastende Lkw-Fahrer und deren Ladung», sagt Töpffer. Zudem sollen ein ganztägig anwesender Mitarbeiter und die Lage der Rastplätze in der Nähe einer Polizeistation mehr Sicherheit gewährleisten. Das Konzept wurde in Zusammenarbeit mit Experten des Bundeskriminalamtes entwickelt. «Damit sind die Standards für weitere Parkplätze festgelegt, sagt Töpffer. Insgesamt gibt es in Deutschland bereits zwei solche gesicherten Parkplätze - einen an der A 6 nahe Würzburg und den anderen an der A 2 bei Uhrsleben. Der Industrieverband begrüßt die Initiative des GDV. Die Parkplätze erfüllen die Anforder-ungen der TAPA, einem weltweiten Zusammenschluss von 600 Herstellern, Spediteuren und Sicherheitsfirmen. Die TAPA wirbt seit Jahren für weltweit verbindliche Standards in Sachen Diebstahlsicherung. «Neben dem GPS-Monitoring für Lkw sind die Parkplätze aus unserer Sicht ein absolutes Muss bei der Minimierung der Diebstahlgefahr», sagt Thorsten Neumann von der Nokia GmbH. Bei den unmittelbar Betroffenen scheint indes das Bewusstsein für die tägliche Gefahr durch Überfälle noch unzureichend ausgeprägt zu sein. So steuern den gesicherten Parkplatz in Uhrsleben seit seiner Eröffnung 2007 durchschnittlich nur drei Lkw pro Nacht an. «Ein Grund sind sicherlich die hohen Kosten von 25 Euro pro Nacht. Angesichts des ohnehin hohen Preisdruckes scheuen die Fahrer diese Ausgabe», sagt Ingrid Jako vom Rasthof Uhrsleben. Allerdings hat die Einrichtung auf ihrem Rastplatz bereits einen messbar positiven Nebeneffekt in Sachen Sicherheit. Dass die Parkplätze künftig mehr genutzt werden, darauf hofft Töpffer angesichts des zu erwartenden Anstiegs der Diebstahlzahlen.«Mit dem Ende der Wirtschaftskrise rechnen wir mit der Erhöhung des Anteils hochwertiger Güter. Und damit steigen wohl auch die Anzahl der Diebstähle», sagt Töpffer. (ddp)


r.
NEWS

Auslobung von 20.000 EUR für Wiederbeschaffung der Ware
Durch den betroffenen Unternehmer wurde eine Belohnung von 20.000 EUR für die Wiederbeschaffung der Ware oder für Hinweise zur Ermittlung der Täter ausgesetzt.
weiterlesen